“The need to travel, to ‘get away’, is a powerful urge; it has to do with hope and desire and, above all, imagination and invention that goes with the necessity to improvise from whatever is to hand.”

Roger Deakin: Notes from Walnut Tree Farm


Wer schreibt?

Neben meiner Strandläuferei habe ich beruflich seit über 40 Jahren als Ozeanograph an Forschungsreisen in die Nordsee und in den Nordatlantik teilgenommen, habe aber gelegentlich auch im Mittelmeer und im südlichen Pazifik gearbeitet. In den letzten 20 Jahren lag mein Fokus auf den klimabedingten Veränderungen im Nordatlantik und in der Nordsee und auf der Wechsel­wirkung zwischen diesen beiden Meeren.

Höhepunkte meiner Arbeit waren die Seereisen. Hier arbeiten und leben verschiedene wissenschaftliche Arbeitsgruppen und die Schiffscrew für mehrere Wochen rund um die Uhr als ein Team eng zusammen. Das war immer sehr spannend, man lernte neue Leute kennen und manchmal führte es auch zu neuen Freundschaften.

Aber jede Reise war auch ein wunderbares Naturerlebnis, die wechselnden Farben von Himmel und Wasser, das unbeschreibliche Blau des Meeres an windstillen Tagen, bleigrau bei bedecktem Himmel oder Regen und ein leuchtendes Grün mit weißen Kämmen bei Sturm. Und fast ständig waren Seevögel am Schiff, Möwen, Basstölpel, Eissturmvögel oder vom Sturm auf die See vertriebene Irrgäste. An manchen Tagen sahen wir Delphine oder auch große Wale, es gab eigentlich immer etwas zu beobachten. Andere Schiffe zogen vorbei, gigantische Öl- und Gasplattformen und von Jahr zu Jahr neue und größere Windparks vor den Küsten. Das Meer entwickelt sich zu einem ständig wachsenden Wirtschaftsraum.
Einen kurzen Einblick in meine Arbeit gibt dieser Film.

Fotos:
Rechts: 2018/2019 in Kuusamo,  ©
A. Klein .

Untere Reihe:
Meine erste Seereise: 1961 mit der Fähre nach Wangerooge (© K. Klein, links); 1982 mit dem Fischereiforschungsschiff "Anton Dohrn" nach Spitzbergen, Zwischenstopp in Tromsö (© M. Stein, mittig); 2016 mit The Wild Ways in Aarhus (© A. Klein, rechts)